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Kreuz & Quer ORF v. 27.11.2018
Schicksal
Online-Video,  2018, 45 Min.


Irgendwann passiert das Unerwartete, bringt Tod und Verderben. Urplötzlich, unverschuldet, unaufhaltsam – schicksalshaft. Doch woran glauben wir, wenn wir an Schicksal glauben? An ein vorherbestimmtes Los? Gottes Plan? Karma? Oder ist doch alles nur Zufall? Einer der Protagonisten des Films ist Benedikt von Ulm-Erbach. Er ist seit einem schweren Snowboardunfall im Jahr 2010 querschnittgelähmt. Der Journalist Lars Langenau von der Süddeutschen Zeitung hat seine Geschichte in einem Buch mit dem Titel "ÜberLeben" aufgezeichnet: „Wenn ich Leuten erzähle, was Überlebenswille bedeutet kann, dann ist dieser Benedikt der Mensch, der mich am meisten fasziniert hat. Sein Satz, dass er ja noch Glück gehabt habe, weil er seinen Zeigefinger bewegen kann, hat sich tief bei mir eingebrannt.“ Und so beleuchtet der Film unterschiedliche Schicksalsvorstellungen: Von der Idee eines unabwendbaren Schicksals, wie es König Ödipus erfährt, über die Vorstellung, dass Schicksal eine Prüfung oder gar Strafe Gottes sei, bis hin zum allgegenwärtigen "Inshalla – So Gott will" im islamischen Kulturkreis. Zentral sei dabei die Frage, wie Leid erklärt wird, denn – so die Theologin Monika Prettenthaler – "ein allwissender Gott, ein liebender Gott, ein allmächtiger Gott geht mit dem Leid in der Welt nicht zusammen".

Schlagworte: Unfall, Unglück, Tod, Glaube, Theodizee, Hoffnung
Adressaten: A(9-13);BB;Q
Eignung: ab 14
Regie: Fritz Kalteis, Barbara Krenn