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Kreuz & Quer ORF v. 04.12.2018
Das Ende der Seele
DVD,  2018, 31 Min. | Signatur: 109940


Der Gedanke, dass der Mensch beseelt ist und auch Tiere und Pflanzen eine Seele haben, ist so alt wie die Menschheit. Die alten Ägypter hatten ein ausgefeiltes Konzept der Existenz von gleich drei Seelenaspekten (Ka-Ba-Ach). Aristoteles definiert sie bescheidener - als das "Prinzip der belebten Wesen". Wer im Sinne des modernen Zeitgeistes glaubt, nur das unmittelbar Beobachtbare sei objektiv vorhanden, tritt dem Begriff meist mit Skepsis gegenüber. Vorstellungen von einem unsterblichen Anteil im Menschen sind in allen Kulturen seit jeher präsent - und bis heute ein prägender Teil geblieben. Droht sich die Vorstellung von Seele im Zeitalter der Digitalisierung in Nullen und Einsern aufzulösen? Diese provokante These vertritt Natasha Vita-More, die sich für die Sendung als 3-D-Figur reproduzieren lässt. Sie ist Anhängerin des Transhumanismus. Die Grenzen menschlicher Existenz, so auch die Sterblichkeit, stellt sie in Frage. Sie schildert als mögliches Zukunftsszenario, dass die Identität der menschlichen Person "ausgelesen" und auf einem Datenträger geladen werden kann, um sie sodann einem anderen Organismus einzupflanzen. Vita-More ist der Überzeugung, dass dabei sogar die Seele erhalten bleibt. Die gegenteilige Position vertritt der Österreichische Künstler, Autor und Dichter André Heller. Seinen Garten in der Nähe von Marrakesch, dem er nach dem lateinischen Wort für Seele den Namen "Anima" gegeben hat, sieht er als einen Hort des Seelenheils. Es ist ein paradiesischer Garten voller beseelter Natur. Von einer technisierten, schnelllebigen Welt findet sich hier keine Spur. Seele ist für Heller nicht das künstlich Geschaffene, sondern die "Vielfalt dieses Ausbildungsprogramms Erde".

Schlagworte: Seele, Auferstehung, Tod, Zeitgeist, Unsterblichkeit
Eignung: ab 14

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